Unsere Therapien 2018-07-18T23:25:36+00:00

Unsere Therapien

Neben dem gesicherten und geschützten Alltag in den Tabaluga Kinderhäusern bieten wir unseren Kindern und Jugendlichen ein breit gefächertes therapeutisches Angebot. Übergeordnetes Ziel der therapeutischen Maßnahmen ist die Verbesserung der Lebensqualität jeden einzelnen Kindes durch die Reduzierung psychischer Belastungen und Symptome.

Daneben stehen die Verbesserung der sozialen Kompetenz und Bindungsfähigkeit, der Ausgleich von Problemen in der Körperwahrnehmung und Motorik sowie das Verständnis der eigenen Lebensgeschichte und die Heilung und von Traumafolgestörungen im Mittelpunkt der Arbeit.

In Abstimmung mit dem Kind, seinen betreuenden Pädagogen und den Therapeuten werden die geeigneten Therapieformen zusammengestellt.

Reittherapie

Das heilpädagogische Reiten erweist sich für die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder als sehr wirksam. Die in den Beziehungen zu Menschen zumeist tief verletzten Kinder erfahren durch den Kontakt mit dem Pferd ein grundsätzliches Angenommen sein.

Ein zentrales Moment ist das gegenseitige Geben und Nehmen: das Pferd trägt und erträgt das Kind in all seinen Facetten und das Kind versorgt das Pferd mit Pflege und Nahrung. Motorisch profitieren die Kinder, da zudem das Gleichgewichtsgefühl, die Symmetrie der Bewegungen, die Geschicklichkeit, das Rhythmusgefühl und die Ausdauer geschult werden.

  • Reittherapie
  • Reiten in der Gruppe
  • Gemeinsam reiten

Musiktherapie

Musik ist Ausdruck der seelischen Verfassung und spricht in ihrer Vielfalt alle menschlichen Gefühle an. Klangimprovisationen mit den unterschiedlichsten Instrumenten ermöglichen es den Kindern und Jugendlichen ihre belastenden Lebenserfahrungen mitzuteilen und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dadurch hat Musiktherapie eine befreiende und entlastende Wirkung.

Regelmäßig proben die Kinder des Tabaluga Chors. Dabei lernen sie solistisch in den Vordergrund zu treten, um sich dann wieder harmonisch in den Chor einzureihen. Gefühle, wie beispielsweise Konkurrenz oder Nervosität, können so überwunden werden: alle engagieren sich für ein gemeinsames Ziel.

  • Musiktherapie
  • Trommeln
  • Gemeinsam Musik machen

Psychotherapie/Traumatherapie

Die Psychotherapie für Kinder und Jugendliche hat mehrere Formen: Jüngere Kinder zeigen und bearbeiten ihre Ängste, aktuelle Konflikte und seelische Not im symbolischen Spiel, beim Malen und Gestalten, im Rollenspiel mit Puppen und in anderen Interaktionsspielen.

Ältere Kinder, vor allem Jugendliche, ziehen es vor, ihre Probleme und Anliegen im Gespräch zu reflektieren und direkt nach Lösungen zu suchen.

Die Behandlung von Traumafolgen findet in einer speziellen Form der Psychotherapie, der Traumatherapie statt.

Bei allen Formen der Psychotherapie spielt die vertrauensvolle Beziehung zum Therapeuten eine wichtige Rolle. Das Kind soll besser verstehen, was geschehen ist und welche Auswirkungen es auf sein Leben hatte. Ziel ist es, dass es dem Kind innerlich besser geht und es weniger unter belastenden Symptomen leidet.

  • Psychotherapie
  • Psychotherapie
  • Psychotherapie

Kunstprojekte und Gestaltung

Kinder und Jugendliche sind von Natur aus kreativ und phantasievoll. Zusammen mit dem Kunsttherapeuten entdecken sie ihre Fähigkeiten, erlernen Fertigkeiten und ihre Wahrnehmung wird sensibilisiert.

Unterschiedliche Materialien dienen dazu, sich experimentell auszudrücken. Dadurch lösen sich Blockaden und kreative Prozesse kommen wieder ins Fließen.

  • Kunsttherapie
  • Bildersammlung
  • Kunsttherapie

Familienarbeit

Familienstrukturen spielen für unsere Kinder und Jugendlichen eine große Rolle. Daher ist es uns wichtig, die Familien in unsere Arbeit einzubinden. Unsere Aufgabe ist es, die Ursachen für die Schwierigkeiten in der Familie zu verstehen und diese zu reflektieren.

Gelingt es uns, die Angehörigen zur Mitarbeit zu motivieren, können sie unter Anleitung der Pädagogen, eigene positive Erfahrungen mit ihren Kindern machen und ihr Verhalten dem Kind gegenüber entsprechend verändern.

Bei starker Gefährdung des Kindes im Elternhaus oder mangelnder Kooperationsbereitschaft der Familie steht natürlich der Schutz des Kindes im Vordergrund.

  • Umarmung

Gruppenarbeit

In Mädchengruppen können sich unsere heranwachsende Mädchen über ihr Selbstbild, ihre Rolle als junge Frau und ihre erwachende Sexualität austauschen. Sie lernen, sich gegen Dominanz- und Gewaltstrukturen zu wehren, aber auch ihre eigene Wirkung auf das andere Geschlecht zu reflektieren.

In der Jungengruppe sollen unsere Jungen lernen, die Diskrepanz zwischen jugendlichem „Imponiergehabe“ unter Gleichaltrigen und der notwendigen Ausbildung der eigenen unabhängigen Persönlichkeit wahrzunehmen. Zudem können sie hier in einem geschützten Rahmen über Sexualität und ihre Rolle als heranwachsende, junge Männer sprechen.

  • Gruppenarbeit